Peer-Support bei psychischer Belastung: Ansprechpersonen im Team
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Peer-Support bei psychischer Belastung: Ansprechpersonen im Team

Wer psychisch belastet ist, spricht oft zuerst mit einer Kollegin oder einem Kollegen – nicht mit der Führungskraft und nicht mit einer Beratungsstelle. Peer-Support macht daraus ein Angebot: geschulte Ansprechpersonen aus dem Kollegenkreis, die zuhören und den Weg zu professioneller Hilfe zeigen. Diese Anleitung beschreibt, wie Sie das aufbauen.

Was dürfen die Ansprechpersonen – und was nicht?

Sie hören zu, nehmen ernst und verweisen weiter: an den Hausarzt, an eine psychotherapeutische Sprechstunde, an ein Beratungsangebot des Betriebs, an die Telefonseelsorge. Sie beraten nicht und behandeln nicht. Diese Grenze schützt beide Seiten und gehört schriftlich in die Rollenbeschreibung.

Wie bleibt das vertraulich?

Was in einem Gespräch gesagt wird, geht nicht an Führungskräfte oder Personalabteilung, und niemand führt Listen. Die einzige Ausnahme ist eine akute Gefahr – dann zählt Hilfe, im Notfall über den Notruf 112. Stimmen Sie die Regeln mit dem Betriebsrat ab, wo es einen gibt.

Was braucht es dafür?

Freiwillige aus verschiedenen Bereichen, eine Schulung, etwa zur Ersten Hilfe bei psychischen Krisen, und regelmäßigen Austausch mit einer Fachkraft, damit die Ansprechpersonen nicht allein bleiben. Schulungsanbieter finden Sie im Marktplatz. Die Zeit für Gespräche ist Arbeitszeit.

Wie setzen Sie die Maßnahme um?

  1. 1
    Freiwillige aus verschiedenen Bereichen gewinnen und für ihre Aufgabe schulen lassen
  2. 2
    Rolle und Grenzen schriftlich festhalten: zuhören, ernst nehmen, weiterverweisen
  3. 3
    Liste mit Hilfsangeboten zusammenstellen: Hausarzt, psychotherapeutische Sprechstunde, Beratungsangebot, Telefonseelsorge, im Notfall 112
  4. 4
    Die Ansprechpersonen bekannt machen und ihnen regelmäßigen Austausch mit einer Fachkraft ermöglichen

Planen, einladen, Teilnahme messen: EasyBGM, aus dessen Haus der kostenlose BGF-Kompass kommt, legt diese Maßnahme als Projekt an, lädt die Belegschaft ein und zeigt, wie viele mitmachen. So läuft eine Maßnahme in EasyBGM →

Was brauchen Sie dafür?

Aufwand
halber Tag
Kosten
mit Budget
Dauer
8 Wochen Aufbau, dann laufend
Setup
480 Min.
  • ✓ Ein niedrigschwelliger erster Kontakt im eigenen Haus
  • ✓ Kolleginnen und Kollegen wissen, wohin sie weiterverweisen
  • ✓ Klare Grenzen: Zuhören ja, Beratung und Behandlung nein
  • ✓ Vertraulichkeit ist von Anfang an geregelt

Steuer und Krankenkasse: was möglich ist

Gesundheitsleistungen des Arbeitgebers können nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei sein — wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erbracht werden und entweder zertifiziert sind (§ 20 SGB V) oder im betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess umgesetzt werden. Fitnessstudio-Beiträge und Firmenfitness gehören nicht dazu. Für ZPP-zertifizierte Kurse (z. B. von Upfit) kann die Krankenkasse ihren Versicherten die Kursgebühr ganz oder teilweise erstatten — dann ist nur der übersteigende Teil steuerfrei. Projekte im Betrieb kann sie nach § 20b SGB V fördern, ohne Anspruch. Bestätigen kann die Steuerfreiheit nur Ihr Steuerberater.

Krankenkasse und Steuer: so gehen Sie vor →

So geht es in EasyBGM

Diese Best Practice in EasyBGM: übernehmen, anpassen, Wirkung messen

Mit der Übernahme steht die Maßnahme in EasyBGM bereit — mit Anleitung, Einladung und Befragungen vorher und nachher. Sie passen an, was zu Ihrem Betrieb passt, und sehen am Ende, was sie bewirkt hat.

Abbildungen mit Demo-Daten, keine echten Personen.

Für Ihr Unternehmen übernehmen

Kostenlos registrieren — und die Maßnahme steht startklar in Ihrem Cockpit: Einladung, Feedback-Befragung und Termin sind schon eingerichtet. Erster Zyklus, erste Kennzahlen für den Chef.

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