
Sucht-Leitfaden für Führungskräfte: Gespräche nach Stufenplan
Führungskräften fällt oft als Ersten auf, wenn bei jemandem etwas nicht stimmt: Fehlzeiten häufen sich, Absprachen platzen. Viele warten dann ab, weil sie nicht wissen, was sie sagen dürfen. Ein Stufenplan nimmt diese Unsicherheit: Er legt fest, wann welches Gespräch geführt wird, wer dabei ist und welche Hilfe auf jeder Stufe angeboten wird.
Wie ist ein Stufenplan aufgebaut?
Am Anfang steht ein Fürsorgegespräch: Die Führungskraft spricht an, dass ihr etwas auffällt, und bietet Unterstützung an. Leiden Arbeitspflichten, folgt ein Klärungsgespräch. Danach kommen Stufengespräche, in denen die Folgen wachsen und jedes Mal ein konkretes Hilfeangebot gemacht wird. Orientierung geben die Qualitätsstandards der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zur betrieblichen Suchtprävention.
Was lernen Führungskräfte in der Schulung?
Auffälligkeiten beschreiben statt deuten: „Sie waren in vier Wochen dreimal unentschuldigt nicht da“ statt „Sie trinken“. Keine Diagnose stellen. Hilfe konkret anbieten, mit Name und Telefonnummer der Beratung. Absprachen festhalten. Am meisten hilft das Üben solcher Gespräche.
Was braucht es dafür?
Einen schriftlichen Leitfaden, abgestimmt mit Personalabteilung und Betriebsrat, und eine halbtägige Schulung. Schulungen bieten Suchtberatungsstellen und Anbieter im Marktplatz an. Die Maßnahme passt zur Regel aus der Best Practice „Suchtprävention im Betrieb“: Die Regel sagt, was gilt; der Leitfaden sagt, wie man darüber spricht.
Wie setzen Sie die Maßnahme um?
- 1Stufenplan schreiben: Fürsorgegespräch, Klärungsgespräch, Stufengespräche mit wachsender Folge und jeweils einem Hilfeangebot
- 2Mit Personalabteilung und Betriebsrat abstimmen, wo es einen gibt
- 3Führungskräfte in einer halbtägigen Schulung mit Übungsgesprächen vorbereiten
- 4Leitfaden und Kontakte der Beratung dort ablegen, wo Führungskräfte sie finden
Planen, einladen, Teilnahme messen: EasyBGM, aus dessen Haus der kostenlose BGF-Kompass kommt, legt diese Maßnahme als Projekt an, lädt die Belegschaft ein und zeigt, wie viele mitmachen. So läuft eine Maßnahme in EasyBGM →
Was brauchen Sie dafür?
- Aufwand
- halber Tag
- Kosten
- mit Budget
- Dauer
- 6 Wochen
- Setup
- 360 Min.
- ✓ Führungskräfte wissen, wann und wie sie ein Gespräch führen
- ✓ Jede Stufe hat ein klares Hilfeangebot und eine klare Folge
- ✓ Gleiche Regeln für alle statt Bauchentscheidungen
- ✓ Entlastet Führungskräfte: Die Beratung machen Fachleute
Steuer und Krankenkasse: was möglich ist
Gesundheitsleistungen des Arbeitgebers können nach § 3 Nr. 34 EStG bis 600 € pro Mitarbeitendem und Jahr steuerfrei sein — wenn sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn erbracht werden und entweder zertifiziert sind (§ 20 SGB V) oder im betrieblichen Gesundheitsförderungsprozess umgesetzt werden. Fitnessstudio-Beiträge und Firmenfitness gehören nicht dazu. Für ZPP-zertifizierte Kurse (z. B. von Upfit) kann die Krankenkasse ihren Versicherten die Kursgebühr ganz oder teilweise erstatten — dann ist nur der übersteigende Teil steuerfrei. Projekte im Betrieb kann sie nach § 20b SGB V fördern, ohne Anspruch. Bestätigen kann die Steuerfreiheit nur Ihr Steuerberater.
Krankenkasse und Steuer: so gehen Sie vor →So geht es in EasyBGM
Diese Best Practice in EasyBGM: übernehmen, anpassen, Wirkung messen
Mit der Übernahme steht die Maßnahme in EasyBGM bereit — mit Anleitung, Einladung und Befragungen vorher und nachher. Sie passen an, was zu Ihrem Betrieb passt, und sehen am Ende, was sie bewirkt hat.
Abbildungen mit Demo-Daten, keine echten Personen.
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Kostenlos registrieren — und die Maßnahme steht startklar in Ihrem Cockpit: Einladung, Feedback-Befragung und Termin sind schon eingerichtet. Erster Zyklus, erste Kennzahlen für den Chef.
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